Remigiusberg mit Probsteikirche und Ruine Michelsburg

Auf der Kuppe liegen nahe beieinander und lediglich durch eine flache Senke getrennt die Propsteikirche St. Remigius als einziges erhaltenes Gebäude der ehemaligen Propstei gleichen Namens und die Ruine der Michelsburg.
Die Propstei St. Remigius ist ein ehemaliges Benediktinerkloster und sie bestand von 1127 bis 1526 und gehörte zur Abtei Saint-Remy in Reims. Sie ist einziges Gebäude erhalten geblieben. Sie dient als Pfarrkirche der katholischen Pfarrei Remigiusberg. Im ehemaligen Pfarrhaus, das 1842/42 auf dem Klostergelände errichtet wurde, befindet sich heute eine Gastwirtschaft.
In der Kirche steht die künstlerisch wertvolle Grabplatte des Grafen Friedrich I. von Veldenz († 1327), der hier beigesetzt ist.

Die Michelsburg wurde um 1260 in unmittelbaren Nähe auf Propsteigelände durch den Grafen Heinrich II. von Zweibrücken errichtet. Anlass war der Streit mit den Wildgrafen um das veldenzer Erbe, und entgegen dem ursprünglichen Versprechen wurde die Burg nach dem Ende des Streits nicht abgerissen, sondern weiter ausgebaut.
Über das Schicksal der Burg in späteren Jahrhunderten ist wenig bekannt. 1708 war sie ausweislich eines auf der Michelsburg ausgestellten Dokuments noch intakt. Sie soll im Jahr 1803 von der französischen Verwaltung an private Besitzer auf Abbruch versteigert worden sein. Später wechselte die Burganlage mehrfach ihren Besitzer.
Im Jahr 1868 kam die Burganlage in den Besitz der Katholischen Kirchenstiftung St. Remigiusberg. Von 1972 bis 1974 wurden bestandssichernde Arbeiten durchgeführt.
Die Ruine der Michelsburg ist ganzjährig frei begehbar (Kein Winterdienst).
66871 Haschbach am Remigiusberg
